Polen treibt strenges Kryptogesetz voran trotz Widerstand der Öffentlichkeit

Parlament macht Druck

Das polnische Parlament, die Sejm, hat das Gesetz zum Kryptomarkt verabschiedet. Nun geht es an den Senat.

Pflichtlizenzen für Anbieter

Gesetz 1424 verlangt eine Lizenz für alle Kryptodienstleister. Dazu zählen Börsen, Emittenten und Verwahrer. Zuständig ist die KNF, die polnische Finanzaufsicht.

Unternehmen müssen umfassende Anträge einreichen: Kapitalnachweise, AML-Systeme, Risikomanagement und interne Kontrollen. Ohne Lizenz droht das Aus.

Hohe Strafen sorgen für Kritik

Bei Verstößen drohen Strafen bis zu 10 Mio. Zloty (2,8 Mio. $) und zwei Jahre Haft. Offiziell soll es MiCA umsetzen, doch Gegner nennen es übertrieben.

Proteste aus Politik und Branche

Der Abgeordnete Janusz Kowalski sprach von “118 Seiten Überregulierung.” Er warnt, dies könnte den Markt zerstören und Millionen Nutzer treffen.

Blockchain-Befürworter Tomasz Mentzen kritisierte die KNF als “langsamsten Regulator der EU.” Er befürchtet das Ende von Innovation und Stablecoins.

Präsidentschaftsdruck

Präsident Karol Nawrocki versprach im Wahlkampf, Krypto zu schützen. Er kündigte an, “tyrannische Vorschriften” zu verhindern.