Terraform-Mitgründer erhält 15 Jahre Haft wegen Betrugs

Im Gericht herrschte gespannte Stimmung, als Do Kwon seine Strafe hörte. Richter Paul Engelmayer verurteilte ihn zu 15 Jahren Haft wegen Betrugs im Zusammenhang mit dem Terraform-Crash. Der Zusammenbruch löschte rund 40 Milliarden Dollar aus dem Kryptomarkt und traf Anleger schwer. Es war einer der größten Zusammenbrüche der Branche.

Kwon zeigte Reue und sagte, er habe seit Jahren über den Schaden nachgedacht. Er bat darum, seine Strafe in Südkorea zu verbüßen, wo er ebenfalls angeklagt ist. Der Richter lehnte die milderen Vorschläge ab. Die Empfehlung der Staatsanwälte von 12 Jahren sei zu niedrig, und die Forderung der Verteidigung von 5 Jahren „unhaltbar“. Er warnte, dass künftige Betrüger ebenfalls harte Strafen erwarten müssen.

Der Richter erklärte, Kwon habe den Markt jahrelang belogen. Investoren wüssten, dass Krypto riskant sei, doch niemand rechne mit systematischem Betrug. Die Tat sei besonders schwerwiegend, weil sie auf globalem Vertrauen basierte. Ohne sein Schuldbekenntnis wäre die Strafe höher ausgefallen.

Mehrere Opfer durften vor der Urteilsverkündung sprechen. Eine Frau sagte, sie habe ihre Wohnung verkauft und fast alles verloren. Andere erzählten ähnliche Geschichten. Kwon könnte die Hälfte seiner Strafe in den USA verbringen und dann nach Südkorea ausgeliefert werden, wo ihm bis zu 40 weitere Jahre drohen. Sein Fall reiht sich ein in Prozesse gegen Sam Bankman-Fried, Changpeng Zhao und Alex Mashinsky.