Eine Gruppe von fünf demokratischen US-Senatoren, angeführt von Elizabeth Warren, hat Bedenken hinsichtlich möglicher Interessenkonflikte im Zusammenhang mit World Liberty Financial (WLFI) geäußert – einem Krypto-Unternehmen, das von Präsident Donald Trump und seiner Familie unterstützt wird. In einem Schreiben vom 28. März an Fed-Gouverneurin Michelle Bowman und OCC-Interimsleiter Rodney Hood fordern die Senatoren Klarheit darüber, wie diese Behörden WLFI und seine Stablecoin USD1 regulieren wollen.
Regulatorische Aufsicht und Gesetzesvorlage
Die Anfrage fällt mit den aktuellen Diskussionen im US-Kongress über den GENIUS Act (Guiding and Establishing National Innovation for US Stablecoins) zusammen. Dieses Gesetz soll einen einheitlichen Regulierungsrahmen für Stablecoins schaffen und würde die Federal Reserve und das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) mit der Aufsicht über Emittenten wie WLFI und USD1 betrauen.
Exekutive Einflussnahme und Risiken für das Finanzsystem
Die Senatoren warnten, dass Trumps direkte Beteiligung an einem Finanzunternehmen und seine Kontrolle über Regulierungsbehörden „beispiellose Risiken für das Finanzsystem“ darstelle. Sie betonten, dass die Einführung einer Stablecoin durch einen amtierenden Präsidenten, der persönlich von ihrem Erfolg profitiert, ernsthafte Interessenkonflikte und Probleme für die Markttransparenz aufwerfen könnte.
WLFI: Unternehmensstruktur und Finanzierungsquellen
WLFI wurde im September 2024 gegründet – vor Trumps Amtseinführung – und hält sich mit Details zu seiner Geschäftstätigkeit bedeckt. Laut der Firmenwebsite halten Trump und seine Familie 60 % der WLFI-Anteile. Bis Mitte März hat das Unternehmen zwei öffentliche Token-Verkäufe abgeschlossen und 550 Millionen Dollar eingesammelt. Am 24. März brachte WLFI seine erste Stablecoin USD1 auf der BNB Chain und Ethereum heraus. Zudem bewarb Donald Trump Jr. die USD1-Token am 26. März auf dem DC Blockchain Summit zusammen mit WLFI-Mitbegründern.
