Auf der Token2049-Veranstaltung in Dubai erklärte Austin Federa, CEO von DoubleZero und ehemaliger Strategieleiter der Solana Foundation, dass Blockchain-Technologie technisch für den Einsatz durch Institutionen bereit sei. Er betonte jedoch, dass rechtliche und Compliance-Bedenken eine weit verbreitete Integration weiterhin behindern.
Federa hob hervor, dass leistungsstarke Blockchains wie Solana in der Lage sind, groß angelegte institutionelle Operationen zu unterstützen. „Die meisten Blockchains heutzutage, besonders Solana, sind schnell genug für Institutionen“, sagte er. Demnach liege das Hauptproblem darin, dass sich institutionelle Rechts- und Compliance-Abteilungen im Kryptobereich einarbeiten müssen. Trotz Fortschritten bei der regulatorischen Klarheit in Schlüsselmärkten wie den USA bestünden weiterhin rechtliche Bedenken.
„Institutionen steigen ein, aber sie bewegen sich wirklich langsam“, bemerkte Federa und räumte das vorsichtige Tempo großer Organisationen bei der Einführung neuer Technologien ein. Er betonte, dass bedeutende Adoption nur schrittweise erfolgen werde, bis juristische Abteilungen vollständig mit Risikokontrollen und Compliance-Strukturen zufrieden seien.
Federa stellte auch einen wachsenden Trend institutioneller Beteiligung im Crypto-Infrastruktur-Bereich fest. Er nannte Beispiele, bei denen Bare-Metal-Infrastruktur-Anbieter und Risikokapitalfirmen finanzielle Unterstützung und physische Infrastruktur, etwa Glasfasernetze, in Projekte wie DoubleZero eingebracht hätten. Ein solches Engagement sei vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen und zeige den Wandel im traditionellen Finanzsektor gegenüber Crypto.
Trotz dieser Fortschritte räumte Federa ein, dass die breitere Crypto-Produktlandschaft noch in der Entwicklung stecke. „Die Produkte sind größtenteils noch nicht ganz ausgereift“, gab er zu und deutete an, dass die Produktentwicklung weiter vorangetrieben werden müsse, um den institutionellen Anforderungen gerecht zu werden.
