Schweiz teilt Krypto-Steuerdaten ab 2027 mit 74 Ländern

Die Schweiz plant, ab 2027 automatisch Krypto-Steuerinformationen mit 74 Ländern zu teilen, darunter Großbritannien und EU-Mitglieder. Ziel ist mehr Steuertransparenz.

Der Schweizer Bundesrat hat am 6. Juni ein Gesetz zur Datenübermittlung im Krypto-Bereich angenommen. Die Liste umfasst die meisten G20-Staaten, ausgenommen USA, Saudi-Arabien und China.

Das Gesetz liegt im Parlament zur Beratung. Bei Annahme startet das System am 1. Januar 2026. Der erste Datenaustausch erfolgt 2027.

Vor dem Austausch prüft die Schweiz, ob die Partnerländer weiterhin die Standards erfüllen. Nur interessierte und regelkonforme Länder nehmen teil.

Das System basiert auf dem Crypto-Asset Reporting Framework (CARF) der OECD. Die EU führt dies im Rahmen der DAC 8-Richtlinie ein.

Krypto-Dienstleister in der Schweiz müssen ab 2026 direkt an EU-Staaten berichten. Das gilt bis zur vollständigen Angleichung an EU-Regeln.

Dieses Vorgehen hilft der Schweiz, internationale Steuertransparenz zu wahren, ihre Finanzreputation zu stärken und faire Wettbewerbsbedingungen für lokale Firmen zu schaffen.