Die australische Regierung führt neue Vorschriften für Kryptowährungsplattformen ein und will das sogenannte „De-Banking“ beenden, bei dem Banken Krypto-Unternehmen den Zugang zu Finanzdienstleistungen verweigern. Ziel ist es, Krypto-Börsen und digitale Vermögenswerte in bestehende Finanzgesetze zu integrieren und sicherzustellen, dass Banken sie nicht ausschließen.
Was Steht im Plan?
- Regulierung von Krypto-Plattformen: Krypto-Börsen und Verwahrungsanbieter müssen denselben Finanzgesetzen folgen wie Banken, eine Lizenz erwerben und Kundengelder sicher aufbewahren.
- Regeln für Stablecoins: Einige Stablecoins fallen unter neue Zahlungsregulierungen, während andere – wie Wrapped Tokens – möglicherweise ausgenommen werden.
- Bekämpfung von „De-Banking“: Banken haben Krypto-Unternehmen den Zugang zu Finanzdienstleistungen erschwert. Die Regierung arbeitet mit Australiens größten Banken zusammen, um eine Lösung zu finden.
- Zukünftige Entwicklungen: Eine mögliche digitale Zentralbankwährung (CBDC) sowie eine Testumgebung für neue Finanzprodukte könnten 2025 eingeführt werden.
Reaktionen der Branche
Caroline Bowler, CEO von BTC Markets, hält die Regulierung für einen positiven Schritt, warnt aber vor übermäßiger Strenge. Jonathon Miller von Kraken Australia betont, dass klare Regeln notwendig sind, um Unsicherheiten zu beseitigen und Wachstum zu fördern.
Mit den anstehenden Wahlen bleibt unklar, wie schnell diese Pläne umgesetzt werden. Doch eines ist sicher: Australien will bei der globalen Krypto-Regulierung nicht zurückfallen.
