Alex Mashinsky, der Gründer und ehemalige CEO der inzwischen aufgelösten Kryptowährungskreditplattform Celsius Network, droht eine Haftstrafe von bis zu 20 Jahren. Das US-Justizministerium (DOJ) reichte am 28. April 2025 ein Schriftsstück ein, in dem es die Höchststrafe für Mashinskys Beteiligung an einem milliardenschweren Betrugssystem empfiehlt, das zu erheblichen Verlusten für Celsius-Kunden führte.
Das DOJ beschreibt in seiner Eingabe Mashinskys Handeln als „vorsätzliche und kalkulierte Entscheidungen zu lügen, zu täuschen und zu stehlen, um sich persönlich zu bereichern“. Es hebt hervor, dass seine betrügerischen Aktivitäten zu über 4,7 Milliarden Dollar Kundenschäden führten und dass er persönlich etwa 48 Millionen Dollar aus dem System profitierte.
Im Dezember 2024 bekannte sich Mashinsky der zwei Anklagepunkte schuldig: Warenbetrug und Wertpapierbetrug. Er gab zu, Anleger getäuscht zu haben, indem er fälschlich behauptete, Celsius habe eine behördliche Genehmigung, und den Preis des nativen Token CEL manipulierte, um sich selbst zu bereichern.
Mashinskys Anwälte haben um eine einmonatige Verschiebung der Strafzumessungsanhörung gebeten, die nun für den 8. Mai 2025 angesetzt ist. Sie argumentieren, er solle nicht zu mehr als einem Jahr und einem Tag Haft verurteilt werden, und verweisen auf seine bisher tadellose Bilanz und seine aufrichtigen Absichten.
Der Fall hat aufgrund des Ausmaßes des Betrugs und seiner Auswirkungen auf die Kryptowährungsbranche große Aufmerksamkeit erregt. Er unterstreicht die Bedeutung von regulatorischer Aufsicht und Transparenz im sich rasant entwickelnden Bereich digitaler Vermögenswerte.
