Bybit stellt Liquidität innerhalb von 30 Tagen wieder auf Vorkrisenniveau her

Bybit, die nach Handelsvolumen zweitgrößte Kryptowährungsbörse der Welt, hat ihre Liquidität nur 30 Tage nach einem erheblichen Sicherheitsvorfall im Februar 2025, bei dem fast 1,5 Milliarden Dollar verloren gingen, erfolgreich auf das Vorkrisenniveau zurückgeführt. Ein Bericht der Krypto-Analysefirma Kaiko ergab, dass die 1 % Marktliquidität von Bitcoin auf Bybit im März 2025 wieder etwa 13 Millionen Dollar pro Tag erreichte, was auf eine starke Erholung hindeutet.

Während die Bitcoin-Liquidität vollumfänglich zurückgekehrt ist, erholte sich die Altcoin-Liquidität langsamer und erreichte etwa 80 % des Vorkrisenniveaus. Kaiko führt diese Verzögerung auf ein risikoscheues Marktumfeld zurück, das Altcoins stärker getroffen hat als Bitcoin, das im Kryptomarkt weiterhin als sicherer gilt.

Der Hack am 21. Februar nutzte Schwachstellen in Bybits Cold-Wallet-Infrastruktur aus, was zum Diebstahl von über 1,4 Milliarden Dollar in digitalen Assets führte, einschließlich liquid-gestaktem Ether (stETH) und Mantle Staked ETH (mETH). Blockchain-Sicherheitsfirmen haben die Attacke mit der nordkoreanischen Lazarus-Gruppe in Verbindung gebracht und festgestellt, dass die Hacker die gestohlenen Mittel über verschiedene Mixer verschleierten.

Als Reaktion auf die Sicherheitslücke hielt Bybit die Abhebungen offen und ermöglichte Nutzern so den Zugriff auf ihre Gelder während der Krise. Die Börse sicherte sich zudem eine Notfinanzierung, darunter ein Darlehen von 40.000 ETH von Bitget, das innerhalb von drei Tagen zurückgezahlt wurde. Bybits CEO Ben Zhou versicherte den Nutzern, die Börse bleibe zahlungsfähig und verfüge über ausreichende Reserven, um die Lücke zu schließen.

Trotz der Schwere des Hacks trugen Bybits schnelle Maßnahmen und transparente Kommunikation dazu bei, das Vertrauen der Nutzer zurückzugewinnen und den Betrieb der Plattform zu stabilisieren.