VanEck steigt ins RWA-Rennen ein mit tokenisiertem US‑Treasury‑Fonds ab 100.000 $ Mindestanlage

Wall Street geht Onchain — und VanEck ist der neueste im Bunde.

Der Investmentriese VanEck startet seinen ersten tokenisierten Real‑World‑Asset‑(RWA‑)Fonds namens VBILL in Partnerschaft mit der Tokenisierungsplattform Securitize. Der Fonds bietet institutionellen Investoren Zugang zu US-Staatsanleihen — diesmal aber Onchain.

Multi‑Chain‑Zugang mit hoher Einstiegshürde
VBILL wird auf Avalanche, BNB Chain, Ethereum und Solana verfügbar sein, teilte VanEck am 13. Mai mit. Die Mindestanlage ist hoch:
• 100.000 $ auf Avalanche, BNB Chain und Solana
• 1 Mio. $ Minimum auf Ethereum
Ein großes Wagnis auf institutionelle Nachfrage nach tokenisierten Assets.

Konkurrenz nimmt Fahrt auf
VanEck tritt gegen BlackRocks BUIDL und Franklin Templetons BENJI an, die bereits tokenisierte RWA‑Fonds betreiben.
US-Staatsanleihen sind laut RWA.xyz mit 6,9 Mrd. $ tokenisiertem Volumen nach Privatkrediten nun der zweitgrößte RWA‑Markt.

Securitize‑Partnerschaft — und SEC‑Interesse
VanEcks Partner Securitize hat bereits über 3,9 Mrd. $ an Assets tokenisiert. Im Mai 2024 sammelte das Unternehmen 47 Mio. $ in einer Runde, angeführt von — ironischerweise — BlackRock.
Sogar die SEC erwärmt sich für RWA‑Tokenisierung. Bei einer Roundtable-Diskussion am 12. Mai verglich SEC‑Chef Paul Atkins Onchain‑Wertpapiere mit digitaler Musik:
„Die Migration zu Onchain‑Wertpapieren hat das Potenzial, Teile des Wertpapiermarkts umzustrukturieren… genauso wie digitales Audio die Musik revolutioniert hat.“

Warum das wichtig ist
Tokenisierte RWAs versprechen schnellere Abwicklung, mehr Transparenz und Zugang zu illiquiden Assets — etwas, womit die traditionelle Finanzwelt kämpft. Und da mehrere Asset‑Riesen einsteigen, ist Tokenisierung keine Theorie mehr — es ist ein laufender Marktwandel.