Französischer Innenminister beruft Krypto-Sicherheitsgipfel nach gescheitertem Entführungsversuch ein

Die wachsende Bedrohung für Krypto-Führungskräfte wurde persönlich — und die französischen Behörden schlagen Alarm.

Gewalttätiger Angriff auf die Familie des CEO löst Maßnahmen aus
Frankreichs Innenminister Bruno Retailleau plant ein Treffen mit Krypto-Branchenführern nach dem erschreckenden Entführungsversuch gegen die Familie von Pierre Noizat, CEO der Krypto-Börse Paymium.

Am 13. Mai wurden Noizats Tochter und Enkel im 11. Arrondissement von Paris von drei maskierten Tätern angegriffen. Die Entführer versuchten, sie in einen weißen Lieferwagen zu zerren, doch beherzte Passanten griffen ein — einer warf sogar einen Feuerlöscher, um sie zu vertreiben.

Der Lieferwagen wurde später verlassen aufgefunden. Die Behörden ermitteln.

Krypto-Manager werden zu Zielen
Retailleau sagte gegenüber französischen Medien, die Regierung werde Krypto-Unternehmer zusammenbringen, um verstärkte Sicherheitsprotokolle zu besprechen:

„Wir haben einige dieser [Krypto-Profis] in Frankreich… wir werden mit ihnen an ihrer Sicherheit arbeiten.“

Dies ist kein Einzelfall. Nur Wochen zuvor war der Vater eines anderen in Paris ansässigen Krypto-Unternehmers in einer Lösegelderpressung über 7 Mio. € entführt worden. Im Januar wurde der Ledger-Mitgründer David Balland entführt und später in einer Polizeieinsatz gerettet.

Das Schraubenschlüssel-Problem
Diese realen Bedrohungen werden oft als „Schraubenschlüssel-Angriffe“ bezeichnet — ein Begriff aus einem XKCD-Comic. Er bedeutet, dass egal wie sicher deine Krypto ist, jemand sie dir mit Gewalt entreißen kann.

Jameson Lopp, Gründer von Casa, hat in diesem Jahr bereits 22 physische Krypto-Raubüberfälle dokumentiert — und Experten gehen davon aus, dass viele ungemeldet bleiben.

Eine Studie der University of Cambridge aus 2024 zeigte, dass Opfer oft schweigen, um Trauma und Medienrummel zu vermeiden.