Vietnam hat ein strenges Pilotprogramm für Kryptowährungen gestartet. Das Projekt läuft ab sofort und setzt klare Grenzen.
Handelsregeln
Vizepremierminister Ho Duc Phoc unterzeichnete diese Woche die Resolution. Alle Kryptotransaktionen, von der Ausgabe bis zur Zahlung, müssen in vietnamesischem Dong erfolgen. Nur lokale Unternehmen dürfen Token ausgeben und müssen registriert sein.
Verbot fiat-gestützter Token
Das Programm verbietet die Ausgabe von Coins, die durch Fiatwährungen oder Wertpapiere gedeckt sind. Token müssen auf echten Vermögenswerten wie Immobilien oder Waren basieren.
Zugang für ausländische Investoren
Nur vom Finanzministerium lizenzierte Anbieter dürfen Kryptos an Ausländer ausgeben. Die Regierung betont Vorsicht, Sicherheit und Transparenz.
Kapital- und Personalvorgaben
Anbieter müssen mindestens 10 Billionen Dong (379 Mio. USD) Kapital nachweisen. Zwei Anteilseigner müssen Banken, Wertpapierfirmen, Versicherungen oder Tech-Unternehmen sein. Aktionäre müssen zwei Jahre Gewinn nachweisen.
Für das Personal gilt: CEOs brauchen zwei Jahre Finanzerfahrung, CTOs fünf Jahre Technikerfahrung, und es sind mindestens zehn Fachkräfte im IT-Bereich vorgeschrieben.
Größere Perspektive
Der Pilot folgt auf das Gesetz über die digitale Technologieindustrie, das im Juni verabschiedet wurde. Ab 2026 erhalten Krypto-Assets einen vollen Rechtsstatus.
