Frankreich droht mit Blockade von EU-Krypto-Lizenzen
Die französische Finanzaufsicht AMF prüft, ob sie Firmen ohne nationale Lizenz verbieten kann, in Frankreich tätig zu sein. Dieses „Passporting“ ist ein Kernstück von MiCA.
Die AMF befürchtet, dass Unternehmen sich bewusst in Ländern mit laxeren Regeln lizenzieren lassen. Dabei sollte MiCA genau dieses Forum-Shopping verhindern.
Streit über die Rechtslage
Juristen sind uneins: Manche sagen, ein Verbot wäre rechtswidrig. Andere halten es für möglich, wenn auch mit großen Risiken.
Marina Markezic (EUCI) warnt: „MiCA sollte einen einheitlichen Markt schaffen. Frankreichs Vorgehen gefährdet dieses Ziel.“
Gleichzeitig fordert Frankreich zusammen mit Italien und Österreich, dass die ESMA die Aufsicht über große Krypto-Firmen übernimmt.
Symbolik statt Verbot
Laut dem Anwalt Edwin Mata ist die Drohung eher ein Signal. MiCA gilt direkt und einheitlich in allen Mitgliedsstaaten. Frankreich kann beobachten und melden, aber nicht allein sperren.
Die Botschaft: Paris will hart durchgreifen, besonders wenn Firmen versuchen, MiCA zu nutzen, wo strengere MiFID-II-Regeln greifen müssten.
