Eine Brücke zwischen Banken und Blockchain
Chainlink arbeitet mit Swift zusammen, um Banken Transaktionen direkt auf die Blockchain zu ermöglichen. Dies ist eines der ersten Produkte aus Swifts Blockchain-Pilot.
Dabei wird die Ausführungsschicht von Chainlink, die Chainlink Runtime Environment (CRE), mit dem globalen Swift-Netzwerk verbunden. Banken können also mit ihrer bestehenden Infrastruktur Zugang zu verschiedenen Blockchains erhalten.
Aufbauend auf Project Guardian
Das Ganze baut auf Project Guardian auf, einem Pilotprojekt von 2024 mit Chainlink, UBS Asset Management und der Geldbehörde von Singapur. Dort wurde gezeigt, wie Fonds-Workflows mit bestehenden Zahlungssystemen kombiniert werden können.
Im Rahmen des Piloten nutzte man Swifts ISO-20022-Nachrichten, um Fonds-Zeichnungen und Rückgaben auf der Blockchain durchzuführen. Normalerweise gehen solche Abläufe durch viele Intermediäre, was Zeit kostet. Auf der Blockchain entfallen viele dieser Zwischenschritte.
Warum das zählt
Chainlink spricht von “Konnektivität der letzten Meile” für Finanzinstitute. Heißt: Banken können sich mit der Blockchain verbinden, ohne ihre Systeme neu bauen zu müssen.
Laut McKinsey lagen die weltweit verwalteten Vermögen im Juni 2025 bei 147 Billionen US-Dollar. Wenn auch nur ein kleiner Teil davon auf die Blockchain wandert, verändert sich der Markt massiv.
Swifts Weg zur Blockchain
Swift wurde in den 1970er Jahren gegründet und ist das Rückgrat der internationalen Zahlungen. Jetzt drängt das Netzwerk in die Blockchain-Welt. Seit 2023 testet Swift mit Chainlink den Zugang zu mehreren Blockchains über eine Schnittstelle.
2024 trat Swift dem BIS-Projekt Agorá bei, das sich mit tokenisierten Bankeinlagen und CBDCs befasste. 2025 arbeitet Swift zudem mit Consensys und über 30 Finanzinstituten an einem blockchainbasierten Abwicklungssystem.
*ISO 20022 = Globaler Standard für elektronische Finanznachrichten.
*Tokenisierung = Umwandlung von realen Vermögenswerten in digitale Token auf einer Blockchain.
