Binance weist Vorwürfe zu Iran-Sanktionen entschieden zurück

Binance widerspricht einem Bericht, der der Börse Verstöße gegen Iran-Sanktionen vorwirft. Demnach sollen über eine Milliarde US-Dollar an Transaktionen mit Bezug zu iranischen Akteuren über die Plattform gelaufen sein. Die Transfers sollen zwischen März 2024 und August 2025 über den Stablecoin USDT auf der Tron-Blockchain erfolgt sein.

Der Bericht behauptet zudem, interne Ermittler hätten diese Vorgänge dokumentiert und seien später entlassen worden. Mehrere von ihnen hätten einen Hintergrund bei Strafverfolgungsbehörden gehabt. Auch Abgänge im Compliance-Management wurden erwähnt.

Binance bestreitet diese Darstellung. Das Unternehmen erklärt, eine umfassende interne Prüfung mit externer Rechtsberatung habe keine Verstöße gegen geltende Sanktionsgesetze ergeben. Kein Mitarbeiter sei wegen gemeldeter Compliance-Bedenken entlassen worden.

Die Debatte kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Binance weiterhin unter strenger Aufsicht steht. Nach einer Einigung mit US-Behörden im Jahr 2023 zahlte die Börse 4,3 Milliarden US-Dollar wegen Verstößen gegen AML- und Sanktionsvorschriften. Seitdem betont Binance, seine Kontrollsysteme ausgebaut und die Zusammenarbeit mit Regulierern intensiviert zu haben.