Südkorea bereitet sich auf eine strengere Besteuerung von Kryptowährungen vor. Die nationale Steuerbehörde plant den Einsatz von künstlicher Intelligenz, um Handelsdaten von digitalen Vermögenswerten zu analysieren. Ziel ist es, Gewinne von Investoren besser zu erfassen und mögliche Steuervermeidung aufzudecken.
Das geplante System soll große Mengen an Transaktionsdaten aus Kryptobörsen und Blockchain-Netzwerken verarbeiten. Mithilfe von maschinellem Lernen können ungewöhnliche Handelsmuster erkannt werden, die auf nicht gemeldete Einnahmen oder andere Unregelmäßigkeiten hinweisen.
Parallel dazu arbeitet die Regierung an der Einführung einer Steuer auf Gewinne aus Kryptowährungen. Diese Maßnahme wurde bereits vor einigen Jahren beschlossen, jedoch mehrfach verschoben. Politische Diskussionen und Bedenken aus der Branche führten dazu, dass der Starttermin immer wieder angepasst wurde.
Der aktuelle Plan sieht vor, dass Gewinne aus Kryptowährungen ab einem bestimmten jährlichen Betrag besteuert werden. Einkommen oberhalb dieser Grenze soll mit einer kombinierten nationalen und lokalen Steuer belastet werden.
Mit dem Einsatz moderner Analysetechnologien hoffen die Behörden, Steuerprüfungen effizienter durchführen zu können. Automatisierte Systeme könnten große Datenmengen auswerten und den Behörden helfen, potenzielle Steuerverstöße schneller zu erkennen.
