Visa steigt in Stablecoins ein
Visa hat ein Pilotprojekt gestartet, das Banken erlaubt, Stablecoins für sofortige grenzüberschreitende Zahlungen zu nutzen. Das Projekt wurde auf der SIBOS 2025 vorgestellt und basiert auf USDC und EURC von Circle, die als digitales Bargeld fungieren.
Chris Newkirk von Visa erklärte, dass die heutigen Systeme veraltet seien. Stablecoins könnten Kosten senken, Kapital freisetzen und Geld so schnell wie das Internet bewegen.
Das Pilotprogramm
Die Initiative richtet sich an Banken, Zahlungsdienste und Finanzinstitute. Statt Fiat in verschiedenen Kanälen zu binden, können sie Stablecoins bei Visa Direct hinterlegen. Visa behandelt die Tokens als Bargeldäquivalente für Auszahlungen.
Stablecoins könnten Währungsrisiken senken und auch außerhalb der Geschäftszeiten Zahlungen ermöglichen. Treasury-Abteilungen gewinnen so mehr Vorhersehbarkeit.
Marktchancen
Visa hat bereits 225 Mio. USD in Stablecoins abgewickelt. Das ist wenig im Vergleich zu 16 Billionen USD Jahresvolumen, aber man rechnet mit starkem Wachstum bis 2026. Der Stablecoin-Markt selbst liegt bei über 307 Milliarden USD.
Konkurrenz wächst
Der Schritt folgt direkt auf Swifts Ankündigung, eine Blockchain-Plattform mit Consensys und über 30 Partnern aufzubauen. Gleichzeitig sammeln Startups wie RedotPay und Bastion Millionen, um Stablecoin-Zahlungen auszuweiten. Der Wettlauf um globale Zahlungen ist eröffnet.
