Trumps Krypto-Wette wirft ein Hindernis für Stablecoin-Gesetze auf

Die Familie Trump ist nun in Krypto eingestiegen, und Washington ist alles andere als begeistert. Während Gesetzgeber bereits darüber debattieren, wie Stablecoins reguliert werden sollen, hat dieser Schritt die Situation noch komplizierter gemacht.

Der Trump-Stablecoin – Was steckt dahinter?

World Liberty Financial (WLFI), ein Unternehmen, das von Donald Trumps Söhnen unterstützt wird, hat gerade den USD1 Stablecoin angekündigt, der an den US-Dollar gekoppelt ist. Er wird durch Barreserven, kurzfristige US-Staatsanleihen und andere Vermögenswerte gedeckt und läuft auf Ethereum sowie der Binance Blockchain.

Klingt nach einer weiteren Krypto-Lancierung, oder? Nicht ganz.

Politiker wittern einen Interessenkonflikt

Das Problem? Trump kandidiert für das Präsidentenamt, und wenn er gewinnt, wird er großen Einfluss auf Finanzvorschriften, einschließlich Krypto-Gesetze, haben. Deshalb schlagen demokratische Senatoren, angeführt von Elizabeth Warren, Alarm.

Der Kongress arbeitet bereits an zwei wichtigen Gesetzentwürfen zur Regulierung von Stablecoins:

  • Der STABLE Act – Zielt darauf ab, Regeln für Stablecoin-Emittenten festzulegen, um sicherzustellen, dass sie strenge Richtlinien einhalten, und gibt ihnen die Wahl zwischen staatlicher oder bundesstaatlicher Aufsicht.
  • Der GENIUS Act – Konzentriert sich darauf, sicherzustellen, dass Stablecoins vollständig gedeckt sind und den Gesetzen zur Bekämpfung von Geldwäsche entsprechen. Der Gesetzentwurf hat kürzlich eine Abstimmung im Senatsausschuss mit 18 zu 6 Stimmen bestanden.

Nun befürchten einige Gesetzgeber, dass jede Stablecoin-Regelung als persönlicher Vorteil für die Familie Trump wahrgenommen werden könnte, was den gesamten Prozess verlangsamen oder sogar die Art und Weise verändern könnte, wie die Vorschriften formuliert werden.

Was passiert jetzt?

WLFI sagt, dass sie alle Regeln einhalten – Reserven, Prüfungen und Blockchain-Transparenz. Aber Kritiker sagen, dass das nicht wichtig ist. Das größere Problem ist, ob Krypto und Politik überhaupt miteinander vermischt werden sollten.

Eines ist jedoch klar: Mit Trumps Einstieg in Stablecoins wird der Kampf um die Krypto-Regulierung in den USA viel interessanter.