Hongkonger Polizei zerschlägt Krypto-Bande mit 500 Bankkonten

Die Polizei in Hongkong hat 12 Personen festgenommen, die ein Geldwäschenetzwerk mit Kryptowährungen betrieben. Das Netzwerk schleuste rund 15 Millionen Dollar durch über 500 Bankkonten und Krypto-Börsen.

Am 15. Mai wurden neun Männer und drei Frauen in Hongkong und Festlandchina verhaftet. Sie nutzten Konten unter fremden Namen und tauschten das Geld anschließend in Krypto um.

Ihr Hauptsitz war eine Wohnung im dicht besiedelten Stadtteil Mong Kok.

1,2 Millionen Dollar stammten aus 58 bekannten Betrugsfällen.

Erwischt auf frischer Tat
Am Tag des Einsatzes beobachtete die Polizei zwei Mitglieder, die zur Bank und zum Geldautomaten gingen. Danach trafen sie sich in Tsim Sha Tsui, um das Bargeld in Krypto zu tauschen.

Die Polizei griff sofort ein und stellte rund 98.500 Dollar sicher. Die restlichen Mitglieder (20–41 Jahre alt) wurden kurz darauf festgenommen.

Die Beamten beschlagnahmten 134.000 Dollar, über 560 Bankkarten, Handys und Unterlagen zu Krypto-Transaktionen.

Laut Ermittler Tse Ka-lun wurden oft Konten von Freunden und Familienangehörigen benutzt.

Mehr Krypto-Kriminalität in Hongkong
Betrugsfälle in Hongkong stiegen 2024 um 12 %. Über 10.000 Verdächtige wurden verhaftet, viele davon mit Strohkonto-Bezug.

Gleichzeitig verschärft Hongkong seine Krypto-Regeln. Im April wurden neue Vorschriften für Staking veröffentlicht. Im Februar kam ein Fahrplan für besseren Marktzugang und mehr Vertrauen.