Milei unter Druck wegen Libra Memecoin-Dramas
Argentiniens Präsident Javier Milei gerät unter Beschuss. Abgeordnete der argentinischen Abgeordnetenkammer stimmten dafür, ihn wegen seiner mutmaßlichen Rolle bei der Förderung des inzwischen berüchtigten Libra (LIBRA) Memecoins zu untersuchen.
Von 228 Stimmen unterstützten 128 die Untersuchung, 93 stimmten dagegen und 7 enthielten sich. Der Vorschlag war bereits einmal im Senat gescheitert, aber dieses Mal ließ das Unterhaus nicht locker.
Von Memecoin-Hype zu Milliardenkatastrophe
Mileis Social-Media-Werbung für Libra war wie Magie — oder besser gesagt, Chaos. Seine 3,8 Millionen Follower stürzten sich darauf und schickten den Libra-Preis auf 5 US-Dollar und die Marktkapitalisierung auf unglaubliche 4 Milliarden US-Dollar.
Doch der Zauber hielt nicht lange an. LIBRA entpuppte sich als klassischer „Rug Pull“ — ein Krypto-Betrug, bei dem die Ersteller den Wert eines Tokens aufpumpen und dann mit der Beute verschwinden. Über 40.000 Investoren sollen insgesamt mehr als 4 Milliarden US-Dollar verloren haben. Das ist ein wahrer Herzschmerz.
Klagezeit: Betrugsvorwürfe erheben sich
Der Anwalt Jonatan Baldiviezo und andere ließen keine Zeit verstreichen und reichten eine Klage ein, in der sie Milei des Betrugs beschuldigten und sagten, dass sein Einfluss entscheidend dazu beigetragen habe, das Betrugsprojekt als legitim erscheinen zu lassen.
Schlimmer noch, Blockchain-Daten zeigten, dass 86 % der Investoren, die ihre LIBRA-Token verkauften, dies mit Verlust taten — insgesamt 251 Millionen US-Dollar gingen verloren.
Milei sagt: „Es ist nicht meine Schuld“
Milei leugnete natürlich alle Vorwürfe. Er behauptete, er habe Libra nicht beworben — er habe nur „das Wort verbreitet“. Das ist, als würde man ein Streichholz auf trockenes Gras werfen und dann sagen, man habe nur den Leuten das Feuer gezeigt.
Wie dem auch sei, die Untersuchung läuft weiter. Und wenn er für schuldig befunden wird, könnte Milei ernsthafte rechtliche und politische Probleme bekommen.
