Krypto-Wachstum sorgt für regulatorische Bedenken
Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) sorgt erneut für Aufsehen in der Krypto-Welt. Natasha Cazenave, geschäftsführende Direktorin der ESMA, warnte kürzlich, dass die zunehmende Verbindung zwischen Krypto und traditionellem Finanzwesen in Zukunft breitere Stabilitätsprobleme verursachen könnte.
Derzeit machen Kryptowährungen nur etwa 1 % der globalen Finanzanlagen aus. Das klingt nach wenig, aber Cazenave ist nicht überzeugt, dass kleine Größen automatisch Sicherheit bedeuten. Sie warnte, dass eine stärkere Verflechtung von Krypto mit Banken, Investmentfirmen und großen Marktteilnehmern dazu führen könnte, dass ein plötzlicher Krypto-Crash das gesamte Finanzsystem erschüttert.
Die Kettenreaktion von Krypto-Turbulenzen
In einer aktuellen Erklärung vor dem Ausschuss für Wirtschaft und Währung sagte Cazenave: „Turbulenzen, selbst in kleinen Märkten, können breitere Stabilitätsprobleme in unserem Finanzsystem auslösen oder verstärken.“
Übersetzung? Auch wenn Krypto wie eine eigene Welt wirkt, könnten seine Probleme bald in die reale Welt übergreifen – so wie der laute Nachbar, der plötzlich Mitglied deines Buchclubs wird.
Sie verwies auf Ereignisse wie den Zusammenbruch von FTX und kürzliche Börsen-Hacks als Beweis dafür, dass Krypto-Volatilität nicht nur schlecht für Krypto-Investoren ist – sondern für alle.
MiCA-Regulierung ist nicht das letzte Wort
Die EU arbeitet bereits daran, dem Krypto-Sektor Regeln aufzuerlegen. Die Verordnung über Märkte für Krypto-Assets (MiCA) wurde letztes Jahr eingeführt, um etwas Ordnung zu schaffen.
Aber Cazenave stellte klar: MiCA ist nur ein Teil der Lösung. „Es gibt keinen sicheren Krypto-Asset“, fügte sie hinzu. Harte Worte, aber in einer Welt, in der über Nacht 1,4 Milliarden Dollar durch einen Hack verschwinden können, wohl berechtigt.
Sie deutete an, dass weitere Vorschriften folgen könnten, um das potenzielle Schadensausmaß von Krypto zu begrenzen, falls es zu Problemen kommt.
