Die Demokratische Partei Südkoreas hat einen neuen Ausschuss für digitale Vermögenswerte ins Leben gerufen, um die Entwicklung der Krypto-Politik zu leiten und das Wachstum der Branche zu beschleunigen. Die erste Sitzung fand am 13. Mai im Abgeordnetenhaus der Nationalversammlung in Seoul statt.
Politischer Vorstoß zur Klarstellung der Krypto-Regeln
Der Schritt spiegelt das wachsende politische Interesse an der Regulierung von Kryptowährungen wider. Ziel des Ausschusses ist es, regulatorische Unsicherheiten abzubauen, insbesondere im Bereich Stablecoins, die weltweit aufgrund ihrer an den US-Dollar gebundenen Assets Beachtung finden.
Dieses Gremium reiht sich ein in eine wachsende Liste lokaler Krypto-Initiativen, darunter der Ende 2024 ins Leben gerufene Ausschuss für virtuelle Vermögenswerte und eine öffentlich-private Arbeitsgruppe aus 2022, beide etabliert von der Financial Services Commission (FSC).
Beteiligte Schlüsselpersonen und Börsen
Unter der Leitung von Min Byeong‑deok, Vorsitzender der Nationalversammlung, umfasst der Ausschuss mehrere prominente Parlamentarier und politische Führungskräfte:
Yoon Yeo‑joon, Vorsitzender des Wahlkomitees
Maeng Seong‑gyu, Vorsitzender des Muksanism-Ausschusses
Kim Byeong‑gi und Kim Jeong‑woo, aktuelle und ehemalige Abgeordnete der Nationalversammlung
Außerdem werden Führungskräfte großer südkoreanischer Börsen wie Upbit, Bithumb, Coinbit und Gopax teilnehmen – ein Zeichen für die Priorisierung der Zusammenarbeit mit der Industrie.
Fokus auf Bankregeln und Aufsicht über Stablecoins
Bei dem Treffen kritisierte Min die “Eine-Börse-Eine-Bank”-Regel, die Börsen auf nur einen Bankpartner beschränkt. Er forderte eine Aktualisierung der Politik:
„Das Prinzip eine Börse, eine Bank weist klare Mängel auf.“
Der Ausschuss debattiert außerdem, welche Behörde für die Regulierung von Stablecoins zuständig sein soll – die Bank von Korea oder die FSC – und ob ein Lizenz- oder ein Meldeverfahren sinnvoller ist.
Warnung der Bank von Korea vor politischen Risiken
Der Zeitpunkt ist bemerkenswert. Einen Tag zuvor hatte Koh Kyung‑chul von der Bank von Korea davor gewarnt, dass Stablecoins die Geldpolitik, die Finanzstabilität und Zahlungssysteme untergraben könnten.
„Zentralbanken müssen bereits in der Genehmigungsphase eingreifen, um negative Auswirkungen zu minimieren“, sagte er.
Mit den bevorstehenden Wahlen und den Stablecoins im Rampenlicht wird die Krypto-Zukunft Südkoreas zu einem zentralen politischen Thema – nicht nur zu einer regulatorischen Angelegenheit.
