Eric Council Jr., der hinter dem Hack des SEC-X-Kontos steckt, fordert eine Haftstrafe von 366 Tagen und widerspricht damit den Staatsanwälten, die zwei Jahre für seine Rolle bei einem SIM-Swap-Angriff fordern, der den Markt mit falschen Nachrichten über die Genehmigung eines Bitcoin-ETFs täuschte.
Ein gefälschter Tweet, echte Folgen
Im Januar 2024 übernahm Council das offizielle X-Konto der SEC und postete eine falsche Mitteilung, dass Bitcoin-ETFs genehmigt worden seien — was zu vorübergehenden Marktbewegungen und Verwirrung führte.
Ursprünglich plädierte Council auf nicht schuldig, änderte sein Plädoyer jedoch im Februar auf schuldig und gab zu, an Identitätsdiebstahl und Betrug beteiligt gewesen zu sein.
Verteidigung: Ein Jahr reicht
In einem Schriftsatz vom 13. Mai argumentierten Councils Anwälte:
„Eine Strafe von zwölf Monaten und einem Tag dient der Gerechtigkeit… [Sie] bestraft den Angeklagten ausreichend… und schreckt vor künftigen Straftaten ab.“
Die Verteidigung betonte, dass Council zwar etwa 50.000 $ aus ähnlichen Betrügereien gewonnen habe, seine Kooperation und das Schuldbekenntnis jedoch eine mildere Strafe rechtfertigten.
Richterin fordert Klarheit
Richterin Amy Berman Jackson forderte die Staatsanwaltschaft auf, das Verbrechen klar zu benennen und bis zum 13. Mai Unterlagen vorzulegen. Das Urteil für Council ist für den 16. Mai angesetzt.
Größere Bedeutung
Während sich Councils Urteil nähert, zeigt der Fall Schwachstellen in Regierungsaccounts auf — und wie eine einzige falsche Nachricht das Vertrauen in die Kryptoregulierung erschüttern kann.
Ebenfalls relevant: Im District of Columbia könnte sich eine Führungsänderung anbahnen, nachdem Ex-Präsident Trump Jeanine Pirro zur amtierenden US-Staatsanwältin für D.C. ernannt hat — eine Rolle, die künftige Kryptoprozesse beeinflussen könnte.
