25-Millionen-Dollar-MEV-Prozess stellt „Code ist Gesetz“ auf die Probe

Zwei Brüder stehen wegen eines Ethereum-Exploits über 25 Millionen $ vor Gericht. Der Fall könnte ein Präzedenzfall für künftige Kryptoprozesse werden.

Der Ethereum-Coup

Anton und James Peraire-Bueno sollen MEV-Bots (Maximal Extractable Value Bots) manipuliert haben, um Millionen zu ergaunern. Die Staatsanwaltschaft spricht von einem „rasanten Täuschungsmanöver“. Die Verteidigung nennt es geschicktes Trading.

Anwältin Katherine Trefz sagte: „Sie haben die Kryptos umgewandelt, 6 Millionen $ Steuern gezahlt und wurden zu Hause verhaftet.“

(MEV-Bots: automatisierte Programme, die von der Reihenfolge von Transaktionen auf Blockchains profitieren.)

Der Ablauf des Falls

Im April 2023 begannen die Brüder, den Ethereum-Code zu studieren und MEV-Bot-Konten ins Visier zu nehmen. Im Mai 2024 wurden sie festgenommen. Ihnen drohen bis zu 20 Jahre Haft pro Anklagepunkt wegen Betrugs, Geldwäsche und Verschwörung.

Ein Prozess mit Signalwirkung

Kryptoexperten beobachten den Fall gespannt. Eine Verurteilung könnte neue rechtliche Grenzen für Blockchain-Trader setzen.

Evan Van Ness von TXPool Capital sieht „eine Grauzone“. Ethereum-Forscher Dankrad Feist widerspricht: „Ein erlaubnisfreies System bedeutet nicht, dass es keine Regeln gibt.“

Das Verfahren läuft derzeit vor dem Bundesgericht in New York, beide Brüder sind gegen Kaution frei.