Bitcoin-ATM-Betreiber prüft 100-Mio.-Dollar-Verkauf nach Anklage gegen CEO

Crypto Dispensers prüft einen Verkauf im Wert von 100 Millionen Dollar, nachdem der CEO wegen Geldwäsche angeklagt wurde. Das Unternehmen beauftragte Berater, um das Käuferinteresse zu testen, und verwies auf den Wechsel zu einem softwarebasierten Modell im Jahr 2020. Dieser Schritt sollte steigende Betrugsfälle und stärkeren regulatorischen Druck bewältigen und veränderte das Geschäftsmodell spürbar.

CEO Firas Isa nennt die Verkaufsprüfung einen normalen Wachstumsschritt. Er sagt, Hardware habe ihre Reichweite begrenzt, während Software schneller skaliere und geringere Risiken koste. Das Unternehmen betont, dass ein Verkauf nicht sicher ist und es unabhängig bleiben könnte, wenn Angebote nicht überzeugen. Die Branche beobachtet das Verfahren, da der Betreiber früher weit verbreitete Automaten besaß.

Kurz vor der Ankündigung enthüllte das US-Justizministerium eine Anklage, die Isa vorwirft, 10 Millionen Dollar illegaler Mittel über das ATM-Netz geleitet zu haben. Die Anklage behauptet, er habe Geld aus Betrug und Drogenhandel trotz KYC-Regeln in Kryptowährung umgewandelt. Zudem soll er die Coins an Wallets geschickt haben, die den Ursprung des Geldes verschleiern.

US-Städte reagieren nun streng auf Betrugsfälle an Kryptomaten. Das FBI meldete 2024 fast 11.000 Beschwerden über diese Geräte mit einem Schaden von 246 Millionen Dollar. Städte wie Stillwater und Spokane verhängten Verbote, während Grosse Pointe Farms Limits einführte, um Risiken zu senken, ohne alle Automaten zu entfernen.

Fußnoten:
KYC: Identitätsprüfung zur Betrugsvermeidung.
Wallet: Digitales Konto für Kryptowährungen.
Geldwäsche: Verschleierung illegaler Geldquellen.
ATM: Automat für einfache Kryptokäufe.