IBM bringt Blockchain in den Finanzsektor
IBM startet mit Digital Asset Haven eine neue Krypto-Plattform, um US-Unternehmen und Behörden den sicheren Umgang mit digitalen Vermögenswerten zu ermöglichen. Der Dienst soll Ende 2025 starten und Krypto-Zahlungen sowie Verwahrung anbieten.
Die Plattform, entwickelt mit Wallet-Anbieter Dfns, läuft als SaaS und bietet Zugang zu über 40 DeFi-Protokollen, um Erträge aus digitalen Assets zu generieren.
Vom Bankensystem zur Blockchain
Dies ist IBMs bisher stärkster Einstieg in die digitale Finanzwelt. Die Plattform vereint Governance, Compliance, Identitätsprüfung und AML unter einem Dach – mit denselben Standards wie klassische Banken.
Stablecoins und tokenisierte reale Vermögenswerte (RWAs) treiben die Nachfrage. Durch Tokenisierung können reale Werte wie Aktien oder Immobilien auf der Blockchain gehandelt werden.
Tokenisierung boomt
Laut IBM treibt die wachsende Nutzung von Stablecoins die institutionelle Nachfrage an. Laut Binance Research stieg die Zahl der Adressen mit tokenisierten Aktien von 1.600 auf über 90.000 im Juli.
Das entspricht einem Wachstum von 220 % – ähnlich wie beim DeFi-Boom zwischen 2020 und 2021.
Große Visionen für die Zukunft
Dfns-CEO Clarisse Hagège sagt: „Wir haben mit IBM eine Plattform geschaffen, die über die Verwahrung hinausgeht und das gesamte digitale Ökosystem verbindet.“
Chainlink-Mitgründer Sergey Nazarov erklärte, Blockchain-Compliance könne traditionelle Transaktionen „zehnmal schneller und günstiger“ machen.
IBM will damit Krypto in die Mitte der globalen Finanzinfrastruktur bringen.
